Das Paradigma der Relationalität
Tagung der Deutschen Gesellschaft für Netzwerkforschung
Aufruf zur Einreichung von Beiträgen

Countdown bis zur DEAdline des calls for abstracs


Montag, 3. - Dienstag, 4. Dezember 2018

Schader-Forum, Goethestraße 2, 64285 Darmstadt

Aufruf zur Einreichung von Beiträgen

Am Anfang war die Relation. So kann – überspitzt formuliert – das Paradigmatische einer relationalen Forschungsperspektive auf den Punkt gebracht werden. Diese Forschungsperspektive hat allerdings weit reichende Konsequenzen: Ein Denken in Relationen steht einem Denken in Substanzen und Entitäten mehr oder weniger unvereinbar gegenüber. Letzteres ist aber in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen über lange Zeiträume hinweg die Regel gewesen. Fokussiert man beispielsweise auf Akteursnetzwerke, so stehenaus einer relationalen Perspektive die Beziehungen im Vordergrund und die sozialen Akteure wie auch gesellschaftliche Institutionen werden zu erklärungsbedürftigen Phänomenen.

In vielen Wissenschaften hat in den letzten Jahrzehnten ein solches Denken in Relationen Einzug erhalten. Dies lässt sich an der Prominenz des Netzwerkbegriffs aufzeigen: Ob der Zusammenhang von Galaxien unseres Universums im Forschungsfokus der aktuellen Astrophysik steht oder der Aufbau von Atomen in der Elementarteilchenphysik, die Neuronalen Netze, die Digitalisierung,
um nur einige prominente Beispiele zu nennen – überall erscheint die Netzwerkperspektive als eine bahnbrechende Möglichkeit, die diversen Gegenstände auf eine neue Weise zu erfassen.

Die Tagung widmet sich diesen Entwicklungen inden unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Erstens soll die Tagung die Vielfalt der Gegenstände, die gegenwärtig aus einer Netzwerkperspektive erfasst werden, vor Augen führen. Zweitens geht es um die Identifizierung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den dabei gewählten disziplinären Zugängen. Drittens – und nicht zuletzt – soll die Tagung ein Austauschforum bieten, über die Frage dezidiert nachzudenken, warum die Netzwerkperspektive einen derartigen Siegeszug durch die Disziplinen genommen hat und auf welche Weise sich darin eine paradigmatische Wende hin zu Relationen, selbstorganisierenden Prozessen und relationaler Strukturbildung ohne ‚Masterplan‘ vollzogen hat. Dabei sind kritische Beiträge ebenso willkommen wie Expertisen aus den einzelnen Disziplinen, empirische Zugänge wie theoretische Reflektionen.

Für die Tagung im Dezember suchen wir Beiträge, die sich im Paradigma der Relationalität bewegen. Hierbei setzen wir sowohl auf akademische Forschung als auch auf Beiträge aus der Praxis. Es geht uns darum, zu eruieren, wie eine solchermaßen gefasste Relationalität in Forschung und Praxis prozessiert wird, um Perspektiven des Relationalen miteinander zu diskutieren. Voraussetzung dafür, dass ein Beitrag angenommen wird, ist, inwiefern der Beitrag mit dem Paradigma der Relationalität vereinbar ist und er in die
Gesamtzusammenstellung der Beiträge passt.

Einreichungen als Abstracts von maximal einer Seite bitte an relationalitaet@schader-stiftung.de bis zum 01.06.2018.

Veranstalter: Schader-Stiftung, Deutsche Gesellschaft für Netzwerkforschung

Call for Papers auf der Website der Schader Stiftung:
https://www.schader-stiftung.de/veranstaltungen/aktuell/artikel/call-das-paradigma-der-relationalitaet/